Machu Picchu, Nazca & Lima

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Machu Picchu, Nazca & Lima

Machu Picchu

Als nächstes führte die Reise weiter von Copacabana am Lago Titicaca nach Cusco in Peru. Ursprünglich wollten wir die rund 400 km lange Strecke auf zwei Etappen aufteilen. So steuerten wir in der Mitte der Strecke den kleinen Thermal-Badeort Aguas Calientes an. Als wir den dortigen Stellplatz erreichten, mussten wir allerdings feststellen, dass sich dieser nicht für unsere Fahrzeuge eignete. Darüber hinaus hatte Peter noch immer Probleme mit der Höhenkrankheit, sodass wir unsere Fahrt fortsetzten. Als wir endlich die Stadtgrenze von Cusco erreichten, war es bereits Abend und die Dämmerung setzte ein. Innert Minuten wurde es Nacht. Die letzten 15 km durch die Stadt quälten wir uns in der Dunkelheit durch den Berufsverkehr. Trotz der Grösse war der Stellplatz nach unserer Ankunft bis auf den letzten Platz belegt. Und obwohl wir alle todmüde waren, kochte uns Brigitta noch ein herrliches Abendessen.


Den 25. Dezember nutzten wir, um die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen zu treffen, um am nachfolgenden Tag Machu Picchu zu besichtigen. Die gute Vorbereitung zahlte sich aus und so wurden wir am 26. Dezember um 05.30 Uhr von einem Taxi beim Camping abgeholt, welches uns danach zum Peru-Rail Bahnhof in Poroy fuhr.

Von dort aus dauert die Panorama-Zugfahrt bis zum Bahnhof Machu Picchu drei Stunden, anschliessend folgte noch eine abenteuerliche Busfahrt bis zur Ruinenstadt der Inkas.

Wir waren von der Schönheit und der Lage der Stadt begeistert.


Nachdem wir den 27. Dezember unter Anleitung von Brigitta zum Grosseinkauf genutzt hatten, fuhren wir am 28. Dezember nach vier wundervollen Tagen in Cusco weiter in Richtung Nazca. Die Strecke bis dorthin betrug wieder rund 400 km. Doch diesmal mussten auch noch über drei Pässe über 4000 m.ü.M. überquert werden.

Nach einer ersten problemlosen Etappe ohne grosse Höhen übernachteten wir ungefähr in der Hälfte der Strecke auf einem kleinen Bauernhof mit Obstplantage und Meerschweinchenzucht.


Da wir davon ausgingen, dass die zweite Etappe aufgrund der hohen Pässe und vielen Kurven einiges länger dauern würde, beschlossen wir am nächsten Tag um 6 Uhr loszufahren damit wir genug Reservezeit hatten, damit wir nicht wieder in der Dunkelheit fahren mussten. Die Pässe hatten es wirklich in sich. Der erste Pass war 4500 m.ü.M, der nächste 4300 m.ü.M und der letzte 4100 m.ü.M. Dennoch lief alles reibungslos.


In Nazca übernachteten wir im Innenhof eines Schweizer Hotels. Am nächsten Tag buchten wir einen Rundflug mit einem Kleinflugzeug, um uns die Nazcalinien aus der Luft anzuschauen. Der Flug schlug sowohl Peter als auch Sarah sehr auf den Magen, da die Cessna die wildesten Kurven und Spiralen flog, damit man die Linien besser sehen konnte. Verstärkt wurde ihr Unwohlsein noch durch die andauernden Turbulenzen, welche sich aufgrund der aufsteigenden heissen Wüstenluft ergaben. So waren beide sichtlich erleichtert, als das Flugzeug nach 30 Minuten Rundflug wieder in Nazca landete.

 

„Die Nazca-Linien, oft auch Nasca-Linien geschrieben, sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung zu erkennen, von den Hügeln in der Umgebung oder aus Flugzeugen.“ Quelle: Wikpedia.de


Von Nazca fuhren wir der Küste entlang in Richtung Lima, der Hauptstadt von Peru. Obwohl die Strände entlang der Strecke sehr einladend ausschauten, wurden wir von den Einheimischen gewarnt, auf gar keinen Fall ausserhalb eines sicheren Campings/Stellplatzes zu übernachten, da das Risiko überfallen zu werden in Peru sehr hoch ist. (In Peru leben 34.8 % aller Menschen in Armut und 11.5 % sogar in extremer Armut.)

Dennoch sollte hier angemerkt werden, dass die Menschen in Peru grundsätzlich sehr nett und hilfsbereit sind.


Seit Silvester stehen wir auf einem geschlossenen Parkplatz des Hitchhikers Hostel in Miraflores (Lima). Da uns die Stadt sehr gut gefällt, entschieden wir, hier einige Tage zu verbringen und die Stadt sowohl zu Fuss als auch mit dem Bus zu erkunden. Insbesondere die zahlreichen Märkte haben es uns wahrlich angetan.


Gerne würden wir an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen und Brigitta danken, welche diesmal alle Bilder gemacht hat, da das Handy von Nicolas defekt war.

 

14 Comments

  1. d'Rhintaler sagt:

    wunderwunderschöni Bilder.
    de Christbaum hät gfählt .

    Liebe Grüsse usem Schnee

  2. Golay François sagt:

    Hallo Ihr Südamerika-Fahrer

    Zuerst alles Gute zum neuen Jahr. Einfall toll diese Etappenberichte mit den dazugehörenden Fotos. Wir fahren selbst die Panamericana ab November 2017 von Süd nach Nord und haben 6 Monate eingeplant. Danach werden wir nach 3 Monaten Pause noch in Nordamerika unterwegs sein. Ein echt toller Vorgeschmack Eure Berichte zu lesen und zu träumen…..

    Liebe Grüsse und weiterhin unfallfreie Fahrt wünscht Euch

    François Golay, Arlesheim

    • sarah sagt:

      Hallo Francois.
      Vielen Dank für Deinen Kommentar! Es freut uns sehr zu lesen, dass unser Blog auch andere, ausser unseren Familien und Bekannten erreicht.
      Wie bist du auf uns aufmerksam geworden? 😀
      Wir wünschen Dir jetzt schon alles Gute bei Deinen Reisevorbereitungen. Solltest Du Fragen haben, kannst du jederzeit damit an uns gelangen!
      Liebe Grüsse

  3. Bea sagt:

    Wow, einfach nur schöne Fotos und ein interessanter Bericht. Viele Grüsse aus 870 üM 😛 mit Schnee….

  4. Nadja sagt:

    Das war ja wieder sehr spannend zu lesen..und sooo schöne fotos..
    Danke😘

  5. Nadja sagt:

    Mega schöne bilder wieder….
    War wieder sehr spannend zu lesen..

  6. Patrik kobler sagt:

    Woooow!!!!!! Was für schöni bilder! Mer werdet gad niedisch wel mer do i de schwiz gad e mega chalts wetter hend (rorschach -7 Grad). Mer hoffed er chöned das schöne wetter gnüsse und wünsched eu no viel witeri spannendi begegnige und erfahrige. Witerhin toitoitoi mit euerne chläpf und e gueti witerfahrt richtig norde!
    Liebi grüess a alli us rorschach

  7. Eveline sagt:

    Traumhaft diese Landschaft, herzlichen Dank für die interessante Berichterstattung und die wunderschönen Fotos. Ich freue mich schon heute auf die Fortsetzung…

  8. Tolle Dinge habt ihr wieder erlebt und gesehen. Wir haben uns heute auf den Rückweg nach Buenos Aires gemacht. In neun Tagen geht es heim. Herzliche Grüße von Andreas und Moni