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Fiesta, Fiesta Mexicana

Die Sonnenpyramide liegt im Zentrum Teotihuacáns. Mit einer Grundfläche von 222 mal 225 Metern, einer Höhe von gut 65 Metern sowie einem Volumen von rund einer Million Kubikmetern ist sie die drittgrößte Pyramide der Welt. Sie wurde um 100 nach Christus in einem Arbeitsgang errichtet und war damit das erste größere Gebäude, das in Teotihuacán gebaut wurde. Der Kern der Pyramide besteht aus etwa 2 Millionen Tonnen Stampflehm

In Veracruz angekommen (03.03.2017), gingen wir davon aus, unsere Wohnmobile bald wieder in Empfang nehmen zu können. Aufgrund eines Sturms konnte unser Schiff aber fast eine Woche den Hafen nicht anlaufen. Erst an einem Donnerstagabend war es dann soweit und unser Schiff legte im Hafen an. Leider aber war es am nächsten Tag nicht möglich, die TIP (Temporäre Einfuhrsteuer) via Mastercard in der Bank zu bezahlen. Da die Bankangestellten aber allen Dokumenten schon die Kreditkarte hinterlegt hatte und das auf die Schnelle nicht zu ändern war, wurden wir auf die Möglichkeit der Barzahlung am Montag vertröstet. Aber auch nach der Bezahlung lief nicht alles rund, so dass aus geplanten drei Tagen, dann doch fast zwei Wochen wurde. Aber das machte uns nicht sehr viel, da wir ja auf einer Reise sind und keine Termine einhalten müssen. 😀


Wir hatten aber nicht nur entspannte und ruhige Tage am Strand oder Pool. Nicolas hatte sich auf der Reise eine schlimme Diarrhoe mit immer schlimmer werdenden Bauchkrämpfen eingefangen. Nach mehreren Tagen ohne Besserung verschlechterte sich sein Zustand während einer Nacht so stark, dass er ins Krankenhaus musste.

Wir dachten, dass er sich vielleicht eine Salmonellenvergiftung eingefangen hatte oder sonst irgendwelche Bakterien, doch die Ärztin konnte die Ursache nicht evaluieren. Eine Vermutung war, dass es vielleicht am scharfen Essen liege. Unser europäischer Körper und Darm ist es sich nicht gewohnt, jeden Tag Chili oder Tabasco zu sich zu nehmen.

Im Krankenhaus bekam Nicolas dann mehrere Infusionsbeutel Kochsalzlösung sowie zwei starke Medikamente. Nach mehreren Stunden hatte sich sein Zustand soweit stabilisiert, dass er aus dem Krankenhaus entlassen werden konnte. Dennoch hütete er nochmals zwei ganze Tage das Bett.


Nachdem endlich alle Dokumente beisammen waren, fand am Dienstag (14.03) die Drogenkontrolle statt. Beide Fahrzeuge wurden mit Hilfe von Hunden, welche mit ihren nassen, dreckigen Pfoten auch in unsere Betten stiegen!, untersucht.      Bei der Kontrolle wurde natürlich nichts gefunden 😉 Allerdings stellten Peter und Brigitta fest, dass praktisch ihr ganzer Hausrat & Kleidung aus dem Wohnmobil gestohlen wurde. Doch sie hatten Glück im Unglück, da die Versicherung den Schaden übernehmen wird.

Juhuuuuu!!! Wir haben unsere Wohnmobile wieder…


Als wir dann endlich unsere Wohnmobile wiederbekamen, säuberten wir diese auf dem Hotelparkplatz. Auch der fällige Ölwechsel wurde gleich vor Ort erledigt.

Zügig fuhren wir dann los und verbrachten die nächsten zwei Tage auf einem nahegelegenen Campingplatz. Es war schön, endlich wieder in unseren Wohnmobilen zu schlafen. Zuerst fuhren wir von da aus der Küste entlang Richtung Norden, bevor wir die Küste in Richtung Westen verliessen um an den Stadtrand von Mexiko City zu gelangen. Unterwegs besuchten wir die berühmten und sehenswerten Pyramiden von Tajin und Teotihuacan.


Nach sechs Monaten des gemeinsamen Reisens verabschiedeten wir uns in Teotihuacan von Brigitta und Peter. Sie werden ihre Weiterreise in Richtung Baltimore (USA) fortsetzen, um von dort aus nach Deutschland zu verschiffen. Wir werden in Richtung Pazifik reisen und von dort aus geht’s dann entlang der Baja California nach San Diego / Los Angeles.

Wir wünschen Brigitta und Peter von Herzen eine sichere und weiterhin erlebnisreiche Fahrt durch Mexiko und die USA bis nach Baltimore. Wir sehen uns bald wieder! 😉


Fazit der ersten Tage in Mexiko:

Mexiko gefällt uns sehr. Die Menschen waren bisher immer sehr freundlich und aufmerksam. Doch teilweise bemerkt man ihre abwertenden Blicke, wenn sie denken, dass wir „Gringos“ sind. Gringos ist das Schimpfwort für die Amerikanischen Touristen. Diese sind hier häufig sehr unbeliebt. Aber sobald sie sehen oder hören, von wo wir kommen und wenn wir mit ihnen Spanisch sprechen, blühen sie auf und sind unheimlich nett!

 

7 Comments

  1. Monika sagt:

    Wie schön, dass ihr die Autos endlich zurück habt.
    Wir hoffen, es geht dir wieder gut, Nicolas.
    Have fun!
    Andi und Moni

  2. Bablofil sagt:

    Thanks, great article.

  3. Doris sagt:

    Soo schön!ja mexico ist sehenswert!war etwas weiter unten in Bacalar.bei den 7 blauen wunder,die lagunen sind sehr schön(süsswasser)mann nennt das so.wünsche euch noch weiterhin eine schöne Reise!liebe Grüsse Doris

    • Nicolas sagt:

      So schön! Dort wollten wir ursprünglich auch hingehen. Wir haben uns aber dagegen entschieden, da Veracruz schon zu weit nördlich gelegen war. Lg Sarah und Nicolas

  4. Renat Kieninger sagt:

    Herzlichen Dank für den wunderschönen, interessanten Bericht und die schönen Fotos,
    Ich bin so neidisch, das würde mir auch gefallen……..
    Aber so ist das Leben, geniesst einfach die schöne Zeit,
    Renate und Dieter